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Redzepagica Kula

Geheimnisvolle Kulas … wandeln Sie auf den Spuren der Ahnen Montenegros.

Steinhäuser, auch Kulas (Kula = Turm) genannt, sind ein einzigartiges Phänomen in der Region um Plav-Gusinje.

Redzepagica-Kula-1-kleinDie architektonisch einmaligen Häuser wurden vom 16. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und unterscheiden sich in Aussehen und Struktur wesentlich von den Holzhäusern der Region.

Um Angriffe erfolgreich abzuwehren, wurden die Kulas mit wenigen Öffnungen versehen und zielgerichtet ihrem Zweck angepasst. So boten sie nicht nur einem bestimmten Haus Schutz, sondern schützten den gesamten Standort. Die Mehrheit der Türme wurde von Meistern aus Debar gebaut, eine Stadt im heutigen Mazedonien, die berühmt für seine Spezialisten im Bereich der Holz- und Steinarbeiten ist.

Das Dachgeschoss diente als Aussichtsturm für Wachposten, weshalb sich auf jeder Seite ein Fenster befindet, welches traditionell aus Holz gefertigt wurde. Die zum Bau der unteren Geschosse benötigten Steine wurden von Ochsenkarren aus den umliegenden Bergen über den zugefrorenen Plavsee gezogen.

Redzepagica-Kula-kleinDer älteste und schönste Turm ist der Redžepagića Kula, welcher sich in Plav befindet. Es wird angenommen, dass dieses beeindruckende Gebäude im Jahre 1671 von Hasan Bey Redzepagic erbaut wurde.

Ursprünglich gab es in dem Gebäude zwei Stockwerke, die von Steinplatten bedeckt waren. Später erweiterte man den Turm mit einem dritten Stockwerk aus Holz zu einem sogenannten Blockhaus, bevor er anschließend ein Steindach mit Schindeln erhielt.

Das Erdgeschoss diente ursprünglich als Pferdestall und Getreidespeicher, während dem ersten Stock eine defensive Rolle zukam. Dieser beherbergte Schießscharten in Richtung Norden, Osten und Süden.

Die Dicke der Steinwände in einigen Orten überschritt einen Meter. Der zweite und dritte Stock wurde zumeist als Wohnbereich genutzt und traditionell eingerichtet. Neben einer Sitzgelegenheit fanden sich reich verzierte Schlafmöbel und Essgelegenheiten, geschnitzte Regale, ein Wasserrad und edle Teppiche.

Nach einer vollständigen Restaurierung in den 1980er Jahren steht der Redžepagića heute unter Denkmalschutz.

Besuchen Sie die traditionelle Kula und treffen Sie auf Suco (Schutscho), den Mann, der heute den Turm bewacht. Er führt Sie mit viel Liebe und Geduld durch das Gebäude und zeigt Ihnen bereitwillig die mehr als 2000 gesammelten Exponate, welche die Zeitspanne vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert abdecken.

Erleben Sie Historie pur – im ältesten Steinhaus der Region.

Weitere Bilder der Redzepagica Kula